Schülerin bei „Young Leaders Akademie“ in Berlin

Auf Empfehlung ihrer Lehrer hat sich im Frühjahr Franziska Weiser erfolgreich um eine Teilnahme an der Young Leaders Akademie in Berlin beworben und dort eine Woche mit Workshops und Vorträgen zu den Themen der Zukunft verbracht.

GAM: „Was ist das für eine Akademie, bei der Du Dich beworben hast?“

Franziska: „Da können interessierte und engagierte Jugendliche an Workshops teilnehmen, die sich auf ein politisch geprägtes Leben vorbereiten wollen. Verschiedene Bundesministerien unterstützen die Young Leaders GmbH bei diesen Vorhaben.“

GAM: „Der Name ‚Young Leaders‘ klingt beeindruckend. Ist so eine Bezeichnung auch ein wenig eine Bürde, wenn man im Zug nach Berlin sitzt?“

Franziska: „Ich würde es eher als eine Ehre und eine Aufforderung für die Zukunft bezeichnen. Wir sind noch alle keine Young Leaders, aber was uns, die wir da zusammengekommen sind, vereint, ist die Bereitschaft, vielleicht später im Leben einmal Verantwortung zu übernehmen. Aber in die Zukunft schauen kann ja keiner von uns.“

GAM: „Kannst Du uns einen Einblick in die Veranstaltungen geben und erzählen, wen Du da getroffen hast?“

Franziska: „Als Beispiel kann ich von einem Vortrag berichten. Ein amerikanischer Dozent hat über das Thema ‚Menschenwürde‘ referiert und uns mit Einblicken in biologische, theologische und moralische Fragen für Probleme wie den Schwangerschaftsabbruch sensibilisiert. Andere Themenbereiche waren z.B. Islamwissenschaften, Persönlichkeitscoaching aber auch ganz praktische Fragen, z.B. wie man ein Start-up-Unternehmen gründet. Die Referenten haben mich durch ihre Vielseitigkeit beeindruckt. Wir haben Unternehmer, den taiwanischen Gesandte in Berlin, Professoren und Profijournalisten getroffen.“

GAM: „Gab es auch Veranstaltungen, bei denen Ihr selber richtig aktiv werden musstet?“

Franziska: „Und wie! An zwei Tagen haben wir ein TV-Magazin, ein Webmag und zwei Zeitungsbeiträge gestaltet. Es war hochinteressant, so etwas unter professionellen Bedingungen und zusammen mit Profis zu machen. Am letzten Tag konnten wir uns außerdem für Workshops eintragen. Ich selber war bei ‚Argumentationscoaching‘. Das hilft einem schon weiter.“

GAM: „Hast Du denn auch etwas von Berlin sehen können?“

Franziska: „Wir hatten natürlich auch Freizeit, die wir mit Sightseeing und Shoppen verbringen konnten. Mit unserem S-Bahn-Ticket konnten wir ja jederzeit in die Stadt. Am interessantesten aber war die Zeitzeugenführung in Berlin-Hohenschönhausen. Das ist das ehemalige Stasi-Gefängnis, das nun eine Gedenkstätte ist, welche die Erinnerung an die Überwachung in der DDR aufrechterhält.“

GAM: „Kannst Du Deine Mitschüler ermuntern, sich bei ähnlichen Veranstaltungen zu bewerben?“

Franziska: „Definitiv kann ich jeden dazu ermutigen, solche Erfahrungen mitzunehmen. Was ich dort gelernt habe, kann mir in der Zukunft helfen. Man muss auch keine Angst haben, dass man in eine solche Veranstaltung nicht hineinpasst. Das waren alles so wie ich normale Menschen, die in ihrem Leben in unterschiedlichen Bereichen soziales Engagement zeigen. Also, habt Mut und bewerbt Euch!“

GAM: „Danke für das Gespräch und Deine Zeit.“

 

 

Abbildung 1 – Franziska Weiser: „Hier will ich rein“

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