Schulbrief zu Weihnachten

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern,
liebe Lehrkräfte,
liebe Mitarbeiterinnen,

das zurückliegende Jahr hat das gesamte Land vor besondere Herausforderungen gestellt. Dabei waren die unmittelbaren Sorgen im Bereich von Schule oft geringfügig, verglichen mit den grundsätzlichen existenziellen und gesundheitlichen Nöten vieler Menschen. Das ist mir bewusst.
Doch auch in Schule mussten zahlreiche Schwierigkeiten überwunden werden. Dass wir viele Probleme letztlich erfolgreich bewältigen konnten, ist aus meiner Sicht vor allem auf den persönlichen Einsatz unddie vertrauensvolle Zusammenarbeit aller am Schulleben beteiligten Personen am GAM zurückzuführen.
Dieses Miteinander zeichnet unsere Schule in besonderer Weise aus!
Für das Engagement aller möchte ich mich in diesem besonderen Jahr sehr ausdrücklich bedanken!

Danke, liebe Schülerinnen und Schüler!
Ihr habt gezeigt, dass man auf Euch zählen kann, wenn es darauf ankommt! Als vermeintliche Experten noch darüber diskutierten, ob man Euch eine Maskenpflicht zumuten könne, habt Ihr diese Regel verlässlich und rasch völlig selbstverständlich umgesetzt. Mit Eurer Hilfe konnten wir das Infektionsrisiko in unserer Schule geringhalten. Ihr habt einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Schulgemeinschaft und zur Aufrechterhaltung eines geregelten Unterrichtsbetriebes geleistet.
Home-schooling ist auf Dauer langweilig. Diese Rückmeldung haben uns viele von Euch gegeben. Trotzdem durften wir während des Lock-down feststellen, dass auch zu Hause meist sorgfältig und engagiert gearbeitet wurde. Dies gilt ebenso für den Distanzunterricht bei Quarantäne oder die Selgo-Stunden. Letztlich helft Ihr Euch damit in erster Linie selbst. Den Lehrkräften wird jedoch auch die Fortsetzung des Unterrichtes erleichtert.
Nicht jeder und jedem von Euch dürfte es leichtgefallen sein, auf Kontakte in Familie und Freundeskreis zu verzichten. Die Sorge, Familienangehörige anzustecken, hat sicher manche begleitet. Uns ist bewusst, dass die Corona-Zeit auch an Euch nicht spurlos vorübergeht. Um so mehr sind wir dankbar, dass wir mit Euch im Unterricht meist gut gelaunt und aktiv zusammenarbeiten konnten.

Danke, liebe Eltern!
Als hätte man nicht schon genug Sorgen! Sind die Leistungen meines Kindes gut genug? Findet es Anschluss in der neuen Klasse? Ist der Schulweg sicher? Sitzt mein Sohn zu lange am PC?  Ist es normal, dass meine Tochter in kaum verständlichem Deutsch über WhatsApp mit ihren Freundinnen kommuniziert, anstatt sich persönlich mit Ihnen zu treffen? Die Liste ließe sich beliebig verlängern – und dann kam noch Corona!
Die Angst vor einer möglichen Ansteckung von älteren Verwandten oder besonders gefährdeten Personen, die Mehrfachbelastung mit Beruf, Haushalt und Homeschooling oder die Sorge um die beeinträchtigte schulische Laufbahn der Kinder haben Sie vor zusätzliche Herausforderungen gestellt.
Sie dürfen sich unserer Anerkennung für das von Ihnen im Jahr 2020 Geleistete sicher sein!
Ich habe gut nachvollziehen können, dass in den zurückliegenden Monaten viel Unsicherheit darüber herrschte, ob wir als Schule die vorgegebenen Maßnahmen zum Infektionsschutz angemessen umsetzen können. Auch die Fragen bezüglich der Gestaltung des Unterrichts und der Leistungsbewertung konnte ich verstehen. Ich danke Ihnen für Anregungen und kritische Fragen genauso wie für das Lob, welches Sie uns immer wieder haben zukommen lassen. Die vielen netten Emails der vergangenen Tage waren für die Lehrkräfte Mutmacher und Ansporn.

Danke, liebe Lehrerinnen und Lehrer!
Wie viel ist 2020 über die Digitalisierung von Schulen gesprochen worden. Ohne Zweifel hat man die technische Entwicklung in unserem Land zu langsam vorangetrieben. Dass man die Versäumnisse von Jahren nicht in den vergangenen Monaten aufholen konnte, liegt auf der Hand. Sie, liebe Lehrkräfte, haben die eigene Digitalisierung jedoch mit viel Energie vorangetrieben. Sie haben sich eigenständig mit Lernplattformen, Videokonferenzen, digitalen Pinnwänden u. ä. beschäftigt, in schulinternen Fortbildungen sich selbst und die Schülerinnen und Schüler für den Umgang mit MS Teams gerüstet und somit die Weiterführung des Unterrichts im Distanzlernen ermöglicht. Als besonderes „Geschenk“ für Ihren Einsatz durften Sie stellenweise Präsenz- und Distanzunterricht parallel führen. Trotz der inhaltlichen Übereinstimmung musste viel Arbeit doppelt bewältigt werden. Ich danke allen für die Energie und das Herzblut, welche Sie im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler aufgebracht haben.
Sie haben auf Ihr Sonderrecht verzichtet, die Maske im Unterricht abziehen zu dürfen. Ich danke Ihnen auch dafür, dass Sie damit völlig selbstverständlich eine Vorbildfunktion beim Tragen der Mund-NasenBedeckung übernommen haben.
Dass auch Sie tagtäglich einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt waren, hat das Arbeiten in Schule nicht leichter gemacht.

Danke, liebe Sekretärinnen! Danke, liebe Hausmeisterin!
Auch Ihre Arbeitsbedingungen waren in diesem Jahr andere. Trotzdem haben Sie mit Ihrer Arbeit dazu beigetragen, uns allen ein Stück Normalität zu vermitteln. Wie in den vorangegangenen Jahren waren die tröstenden Worte des Sekretariats bei den größeren und kleineren Wehwehchen gefragt, mussten zahlreiche Anfragen von Eltern, Lehrkräften und Schülerschaft freundlich beantwortet werden, galt es, stets den organisatorischen Überblick zu bewahren.
Die Arbeiten am Gebäude werden mit den Jahren nicht weniger. Gleiches gilt für die Ansprüche von Schulleitung und Lehrkräften, die stets neue Vorstellungen von der Gestaltung einer Lernumgebung in Schule entwickeln. Und gelegentlich muss man als Hausmeisterin mit den Auswüchsen der Dummdreistigkeit von Schülerinnen und Schülern kämpfen, besonders in den Toilettenanlagen.
Ich danke Frau Ullmann, Frau Ziegler und Frau Schauerte, dass auch Sie sich unermüdlich für unsere Schülerinnen und Schüler einsetzen. Der Wert dieser Arbeit für die Schule ist groß!

Danke, liebe Schulpflegschaft! Danke, lieber Förderverein!
Das Engagement der Eltern hat in den vergangenen Jahren beständig zugenommen. Die Führung der Schulpflegschaft und der Vorstand des Fördervereins haben zu dieser Entwicklung durch ihre Arbeit maßgeblich beigetragen. Auch im Corona-Jahr war der Förderverein nicht untätig, hat neben der Bläserklasse die Schule unter anderem durch die Anschaffung von Sitzbänken für den Pausenhof oder CO2-Messgeräten zur Überwachung der Raumluft unterstützt. Ich danke insbesondere den Mitgliedern des Vorstandes für die Initiativkraft und den umfassenden Einsatz
Und die Schulpflegschaft, namentlich die Vorsitzende Frau Jung, war verlässliche Ansprechpartnerin in allen großen und kleinen Krisen des Jahres. Die Rückmeldung von Elternseite ist für Schulleitung und Kollegium stets hilfreich in der Bewertung von Vorhaben und Geschehnissen. Ich danke für die offenen Gespräche und das spürbare Interesse an der gemeinsamen Weiterentwicklung unserer Schule.

Neben dem Dank gestatte ich mir den dringenden Hinweis: Kommen Sie / kommt auf die
Schulleitung zu, wenn es gilt, Dinge zu verbessern! Wir sind offen für konstruktive Kritik und neue
Ideen.
Ich bitte aber insbesondere SchülerInnen und Eltern, die positiven Erfahrungen am GAM
weiterzugeben. Machen Sie / macht Werbung für unsere Schule! Tragen Sie / tragt mit dazu
bei, die positive Entwicklung der letzten Jahre auch bei den Anmeldezahlen fortsetzen zu
können! Vom 20.-25. Februar 2021 läuft die Anmeldezeit. Einen Tag der offenen Tür wird es
bis dahin wohl nicht mehr geben. Wir sind also auch auf die Mund-zu-Mund-Werbung
angewiesen.

Ich hoffe, dass alle im Rückblick auf das Jahr 2020 auch glückliche Momente erinnern können. Ich
wünsche uns jedoch, dass im neuen Jahr manches wieder etwas unbeschwerter und leichter von
der Hand gehen möge.
Unabhängig davon, was das neue Jahr bringt, freue ich mich auf die weitere gemeinsame Arbeit!

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest, Zeit zum Entspannen und Auftanken sowie
einen guten Start ins Jahr 2021!

Bleiben Sie gesund!

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